Dialyse

Muss die Nierenfunktion wegen einer schweren Schädigung ersetzt werden, so stehen zwei Dialyseverfahren zur Verfügung: die Hämodialyse und die Peritonealdialyse.

 

Fällt bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung die Nierenfunktion aus, erfolgt mit Hilfe eines dieser Verfahren die lebensnotwendige Reinigung des Blutes. Durch die Dialysebehandlung werden harnpflichtige Schlackenstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Körper entfernt, die durch die eigene Niere des Patienten nicht mehr ausgeschieden werden können.

Unter Dialyse im engeren Sinne sind die physikalischen Vorgänge zu verstehen, die an halbdurchlässigen (semipermeablen) Membranen ablaufen, wenn sich auf jeder Seite, durch die Membran getrennt, Lösungen unterschiedlichen Inhaltes und unterschiedlicher Konzentration befinden. In wässrigen Lösungen bewegen sich Teilchen vom Ort hoher Konzentration (viele Teilchen in Lösung) zum Ort niedriger Konzentration (wenige Teilchen in Lösung). Diesen Prozess nennt man Diffusion.
 
Ein konvektiver Flüssigkeits- und Stofftransport erfolgt, wenn unter Druck wässrige Lösung von der Seite höheren Drucks auf die Seite des niedrigeren Drucks fließt. Entsprechend der Porengröße der Membran können auch gelöste Teilchen mitfließen. Die Niere wie auch die Nierenersatztherapien nutzen diese physikalischen Prinzipien der Diffusion und der Konvektion.
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