Transplantation
Bei der Nierentransplantation wird eine Spenderniere auf einen chronisch nierenkranken Menschen übertragen, die alle Funktionen einer gesunden Niere übernimmt.
Die Transplantation stellt die beste Behandlungsform bei einem chronischen Nierenversagen dar, weil die Spenderniere – anders als die Dialyse – alle Funktionen einer gesunden Niere übernimmt. Schon kleine Kinder können eine Spenderniere erhalten.
Die erste Nierentransplantation wurde 1954 in Boston durchgeführt, die erste in Deutschland 1963 in Berlin. Seither wurden weltweit fast eine halbe Million Nieren verpflanzt. Die Niere ist das Organ, das am häufigsten übertragen wird. In Deutschland wird das Verfahren an rund 40 Kliniken, so genannten Transplantationszentren, praktiziert.
Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist die Nierentransplantation das Ziel der Behandlung eines fortgeschrittenen Nierenversagens, da die Auswirkungen einer mangelnden Nierenfunktion wie etwa Wachstumsstörungen in jungen Jahren besonders gravierend sind. Da die Nierentransplantation heute eine Routineoperation mit kalkulierbaren Risiken ist, sollte sie bei Kindern möglichst schnell durchgeführt werden, wenn die eigenen Nieren nur noch unzureichend arbeiten. Die Dialyse wird heute nur noch als Überbrückungsmaßnahme angesehen. Bereits Kinder ab einem Körpergewicht von acht Kilogramm können transplantiert werden.
* *

